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LMU Sommersemester 2012 |
Die Entwicklung von GeschlechtsunterschiedenEinrichtung: Entwicklungspsychologie Literatur: D. Bischof-Köhler (2011) Von Natur aus anders. Die Psychologie der Geschlechtsunterschiede. Stuttgart, Kohlhammer, 4. Auflage. Inhaltliche BeschreibungNach einer im sozialwissenschaftlichen Diskurs immer noch vertretenen Überzeugung beruhen geschlechtstypische Verhaltensunterschiede ausschließlich auf soziokulturellen Einflüssen. Die Nivellierung solcher Unterschiede und damit das Ende der Diskriminierung erwartet man sich demgemäß von einer Gleichbehandlung der Geschlechter. Diese Position lässt sich angesichts der empirischen Evidenz nicht mehr aufrechterhalten, sie erweist sich unter Umständen sogar als kontraproduktiv. Will man Geschlechtsunterschiede angemessen erklären und gesellschaftlich integrieren, kommt man nicht umhin, auch biologische Gesichtspunkte einzubeziehen. Die Abwehrhaltung gegenüber biologischen Argumenten beruht auf einem Missverständnis der Beziehung von Natur und Kultur; insbesondere wird «anlagebedingt» fälschlicherweise mit «unveränderbar» gleichgesetzt. Ein wesentliches Anliegen der Vorlesung ist es, dieses Missverständnis zu bereinigen. Im einzelnen werden folgende Themen behandelt:
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