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Lehre an der LMU München |
Im Wintersemester 2011/2012 hält Frau Prof. Bischof keine Vorlesung. |
Kognitiver und emotionaler Strukturwandel im vierten bis sechsten Lebensjahr |
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Im Alter zwischen vier und sechs Jahren ändert sich die Beziehung der Kinder zu den Eltern, was Freud zur Konzeption der «Ödipalen Phase» veranlaßte. Im Unterschied zu seiner Theorie sehen wir die in diesem Altersabschnitt auftretende emotinale Beunruhigung als Konsquenz der gleichzeitigen Entstehung von Zeitverständis, Theory of Mind und Geschlechtskonstanz. |
Geschlechtstypisches Verhalten |
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Geschlechtstypisches Verhalten läßt sich nach derzeitigem Wissenstand nicht ausschließlich von soziokulturellen Einflüssen herleiten. Aus einem hartnäckig falschen Verständnis der Beziehung «nature-nurture» bestehen immer noch Widerstände gegen die Annahme anlagebedingter Unterschiede. Im Rahmen einer evolutionsbiologischen Agumentation werden anlagebedingte Faktoren genauer bestimmt und in ihrer Wirksamkeit analysiert. |
Kognitive und emotionale Entwicklung von Kindern in den ersten 6 Lebensjahren |
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Im Bezugsrahmen einer evolutionsbiologischen und phänomenologischen
Betrachtung wird die Entstehung spezifisch menschlicher Erkenntnisleistungen
analysiert und deren Auswirkungen auf die sozio-emotionale
und motivationale Entwicklung von Empathie, Selbsterkennen und prosozialem VerhaltenDie im zweiten Lebensjahr einsetzende Fähigkeit zur Selbstobjektivierung ermöglicht es dem Kind, empathisch zur reagieren und die subjektive Verfassung einer anderen Person zu verstehen, indem es deren Lage identifikatorisch mitvollzieht. Kinder auf ZeitreiseIm vierten Lebensjahr entwickeln Kinder die Fähigkeit, fremde und eigene Bewußtseinsvorgänge zum Gegenstand der Betrachtung zu machen (Theory of Mind). Gleichzeitig setzt das Zeitverständnis ein. Dadurch wird es den Kindern zunehmend möglich, vergangene und zukünftige Bedürfnislagen zu vergegenwärtigen und bei der Handlungsplanung zu berücksichtigen. |